Batik - der ultimative Leitfaden: Ursprung, Geschichte, Technik

Batik - der ultimative Leitfaden: Ursprung, Geschichte, Technik

In diesem ausführlichen Ratgeber klären wir auf, was Batik ist, woher Sie Ihren Ursprung hat und gehen auf die meistverbreiteten Techniken ein. Dann widmen wir uns der speziellen javanesischen Batik und erklären deren Besonderheiten.


Batik – Was ist das?


Das Wort Batik oder auch als „wachsresistente Färbung“ bekannt kommt aus dem javanischen und leitet sich von dem Wort „mbatik“ ab und bedeutet mit Wachs zeichnen. Darunter versteht man eine Methode der Textilfärbeverfahren, bei dem auf weißen Stoff mit heißem, flüssigem Wachs individuelle Muster gezeichnet werden. Dies dient dazu, an den mit Wachs bedeckten Stellen den Stoff vor der Farblösung zu schützen. Anschließend wird der Stoff gefärbt. Dieser Vorgang wiederholt sich so oft, bis das gewünschte Endergebnis erzielt wird.


Ursprung


Der Ursprung der Batiktechnik ist bis heute ungeklärt. Die geringe Haltbarkeit von Textilien erschwert eine genaue Orts- und Zeitbestimmung der Entstehung von Batik. Es gibt mehrere unterschiedliche Theorien über den wahren Ursprung der Batik, jedoch ist es sehr wahrscheinlich, dass Batik in verschiedenen Orten zur gleichen Zeit erfunden wurde. Selbst in der javanischen Geschichte ist nicht klar, wann genau der Batikprozess ins Leben gerufen wurde, obwohl seine Entwicklung sicherlich älter als die schriftlichen Aufzeichnungen war.

Stoffe, die mit dieser Technik hergestellt wurden, scheinen historisch mit dem Königshaus oder der Aristokratie in Java verbunden gewesen zu sein. Das Färben von Stoff entwickelte sich aus einer alten Kunst heraus, dass bereits in Ägypten im 4. Jahrhundert v. Chr. verwendet wurde, um Mumien einzuwickeln. Hierbei wurden Leinen in Wachs eingeweicht und mit einem Stift zerkratzt. In Asien wurde die Technik während der Tang-Dynastie in China praktiziert, in Indien und Japan während der Nara-Zeit. In Afrika wurde es ursprünglich vom Yoruba-Stamm in Nigeria und auch von anderen Stämmen im Senegal praktiziert. Die Kunst der Batik ist jedoch auf der Insel Java in Indonesien am weitesten entwickelt.


Viele verschiedene Theorien lassen sich nicht beweisen, jedoch verweisen viele darauf, dass nur in Java die Batik über Jahrhunderte erhalten geblieben ist. Vor allem in Java wurde Batik zur äußersten Präzision und Perfektion weiterentwickelt und optimiert. Man vermutet, dass die Technik, Stoffe mithilfe eines Reservierungsmittels zu mustern, an die 2000 Jahre alt ist.

An der Südküste Vorindiens setzte eine Völkerwanderung in südöstlicher Richtung ein. Ein Teil dieser Völkerwanderung setzt sich auf Java nieder. Die Religion und Kultur vermischten sich mit der javanischen Bevölkerung. Dadurch fand auch ein den Einwanderern bekanntes Batikverfahren Aufnahme in der javanischen Kultur. Zu der damaligen Zeit wurden eiserne Stifte in einem Knäuel aus Baumwollgarn an einem Bambusstil befestigt. Anschließend wurde die Baumwolle in flüssiges Wachs getaucht, wodurch sich die Baumwolle vollgesogen hat. Danach übte man mit den Fingern leichten Druck aus, sodass das Wachs an den Stiften entlang auf den Stoff lief.

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelte sich die braune Sogafärberei, die die volle Entfaltung der Batikkunst wesentlich förderte. Zusammen mit dem Weiß des Stoffes und der blauen Indigofarbe entstand eine Farbkombination, die für Mittel-Java typisch wurde. An der Nordküste und im Westen von Java entstanden aus vielerlei Gründen buntere Farbzusammenstellungen. In dieser Zeit gab es bereits eine Reihe von Motiven, die durch fürstlichen Erlass ausschließlich dem Hofe vorbehalten waren. Später wurden diese Verbote zum ungeschriebenen Gesetz.


Die Popularität von Batik in Indonesien ist sehr unterschiedlich. Historisch gesehen war es für zeremonielle Kostüme unverzichtbar und wurde als Teil eines Kebaya-Kleides getragen, das gewöhnlich jeden Tag getragen wird. Die Verwendung von Batik wurde bereits im 12. Jahrhundert registriert und das Textil ist zu einer starken Identitätsquelle für Indonesier geworden, die religiöse, rassische und kulturelle Grenzen überschreiten. Mitte des 18. Jahrhunderts kam in Java ein kleiner Kupfertiegel mit einem Griff und einem schmalen Applikatorauslauf zum Auftragen des Wachses zum Einsatz, der ein viel kunstvoll gemustertes Tuch hervorbrachte. Eine weitere javanische Innovation war der im 19. Jahrhundert eingeführte Holzblockwachsapplikator. Es wird auch angenommen, dass das Motiv den Batik berühmt gemacht hat. Es gibt unzählige Arten von Batiken. Nach der UNESCO-Anerkennung für indonesische Batik am 2. Oktober 2009 forderte die indonesische Regierung die Indonesier auf, freitags Batik zu tragen. Seitdem wird das Tragen von Batik jeden Freitag in Regierungsbüros und privaten Unternehmen empfohlen.

Batik Stoffe

Vorgang

Bevor man Batiken möchte, muss man sich davor natürlich erstmal die richtigen Materialien besorgen. Dazu benötigt man einen Stoff, der entweder aus Baumwolle, Leinen, Batist oder Seide sein sollte. Wobei auch ein altes Bettlaken sehr gut dafür geeignet ist. Auch das Wachs darf natürlich nicht fehlen. Handelsübliche Batikwachspackungen oder ein Gemisch aus Paraffin und Bienenwachs (ca. 2:1) ist hierbei zu empfehlen. Für das Erhitzen des Wachses kann ein Elektrokocher oder ein Topf, der nicht zu tief ist, dienen. Zum Auspannen des Stoffes wird ein verstellbarer Holzrahmen benötigt, ebenfalls kann man auch alte Bilderrahmen oder feste Kartons benutzen.

Je nach Technik werden unterschiedliche Materialien gebraucht. Zum Beispiel wird für die traditionelle Batik ein Tjanting (Stift mit Metallgefäß für geschmolzenes Wachs) zum Zeichnen von Konturen und feinen Linien benutzt. Für die Bindetechnik wird lediglich noch eine Schnur gebraucht. Eine Schürze und Handschuhe dienen zum Schutz der Hände und der Kleidung. Mit einem Bleistift können Muster schon vorab auf den Stoff aufgemalt werden. In kleinen Plastikeimern oder Schüsseln werden die verschiedenen Farbbäder vorbereitet. Und natürlich darf die Farbe nicht fehlen. Für die traditionelle Batik benötigt man ebenfalls ein Bügeleisen und alte Zeitungen, um später das Wachs auszubügeln. Anschließend wird je nach Batiktechnik fortgefahren.

Bei der javanischen Batiktechnik wird der Stoff auf einen Holzrahmen gespannt und an den Enden mit Reisnägeln befestigt. Das Wachs wird in einem Wasserbad erhitzt, nie direkt in einem Topf. Dabei sollte das Wachs eine Temperatur zwischen 120 bis 140°C haben. Anschließend wird das Wachs durch ein Tjanting auf den Stoff aufgetragen. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, sondern es wird ganz individuell gebatikt. Das Wachs darf dabei nicht auf dem Stoff liegen bleiben, ansonsten ist es noch zu kalt. Erst wenn es in den Stoff eindringt und durchsichtig aussieht, hat es die richtige Temperatur. Anschließend wird das Farbbad vorbereitet. Dazu folgt man der Packungsanweisung der Farbe, die genau beschreibt, wieviel Wasser, Essig und Salz verwendet werden muss. Zum Färben des Stoffes eignet es sich Gummihandschuhe anzuziehen. Der Stoff wird nun in den Plastikeimer mit Farbe gelegt und laufend bewegt, damit der Stoff die Farbe gut annimmt und nicht fleckig wird. Nach jedem Färben wird der Stoff so lange mit kaltem Wasser abgespült, bis das Wasser klar ist und keine Farbe mehr herauskommt. Je nach Farbtiefe liegt die Färbezeit zwischen 10 und 40 Minuten. Als letzter Schritt wird das Wachs ausgebügelt. Dabei wird der Stoff zwischen Zeitungspapier gelegt und mit einem Bügeleisen ausgebügelt. Das Ausbügeln wird so lange wiederholt, bis auf dem Zeitungspapier keine Wachsrückstände mehr zu sehen sind.


traditionelle Batiktechnik
Techniken


· Tropfbatik


Diese Technik gehört zu den einfachsten Techniken unter der Batik. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen sowie Batik Anfängern ist die Technik sehr beliebt. Für die Tropfbatik benötigt man ein Stoff, dies kann zum Beispiel ein T-Shirt, ein Pulli oder nur Socken sein. Der Stoff sollte dabei aus Naturfasern sein. Ebenfalls benötigt wird eine brennende Kerze. Das Wachs, das von der Kerze tropft wird kreisförmig auf den Stoff getröpfelt. Als Hilfsmittel kann hier auch ein Teller oder zurechtgeschnittene Formen aus Pappe dienen. Der Abstand von der Kerze zum Stoff sollte möglichst geringgehalten werden, da sonst das Wachs abkühlt, jedoch auch weit weg genug, sodass der Stoff nicht anbrennt. Dabei ist es völlig egal, ob das Wachs mit einem bestimmten Muster oder einfach willkürlich auf den Stoff aufgetragen wird. Wichtig ist hierbei nur, dass das Wachs den Stoff durchdringen muss und nicht nur auf der Oberfläche des Stoffes sitzt. Anschließend kann in einer beliebigen Farbe gefärbt werden. Nach dem Färben wird das Wachs durch Ausbügeln aus dem Stoff gezogen.


· Spritztechnik mit Tröpfelstab


Zur Anwendung durch die Spritztechnik wird ein javanischer Tröpfelstab oder in Eigenbaukonstruktion angefertigter Bambus- oder Holzstäbchen mit einem Geflecht aus Kupferdraht benötigt. Das Drahtgeflecht hat den Vorteil, dass das Wachs die Hitze des Wachses speichern kann. Den Tröpfelstab gibt es in verschiedenen Größen, sodass damit größere Flächen abgedeckt werden können, aber auch kleine Feinheiten möglich sind. Eine Möglichkeit die Flächen freizuhalten, die keine Wachstropfen abbekommen sollen, ist diese Flächen mit Zeitungspapier abzudecken.


· Abbindebatik (Knüpfbatik)


Der Unterschied zu den anderen Techniken ist bei der Abbindebatik, dass die Stellen, die frei bleiben sollen nicht mit Wachs beträufelt werden, sondern diese durch Fäden abgebunden werden. Der Stoff wird zuerst geknotet, je nach Wunsch und Musterform. Anschließend wird der Stoff leicht angefeuchtet und danach in die Farbe eingetunkt. Dabei kann der Stoff in nur eine Farbe getaucht werden oder aber man taucht diesen in verschiedene Farben. Wo und wie man abbindet hängt vom gewünschten Muster ab. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass nicht jeder Knopf mit gleicher Kraft zugebunden wird und man daher jedes Mal ein einmaliges Ergebnis erhält. Nach dem Farbbad wird der Stoff klar durchgespült und danach wieder aufgebunden. Dieses Vorgehen kann beliebig oft wiederholt werden.


· Mogelbatik


Möchte man zum Beispiel einen Apfelbaum färben, sodass die Äpfel rot sind, die Blätter grün und der Baumstamm braun, so ist dies nur mit dem übereinander färben nicht möglich. Daher muss bei solchen Fällen gemogelt werden. Beim ersten Arbeitsgang werden die Konturen der Äpfel mit einem Tjanting gewachsen, sodass an diesen Stellen keine Farbe eindringen kann. Beim zweiten Arbeitsgang wird mit einem Pinsel die rote Farbe direkt auf die Äpfel aufgetragen. Nach dem Trocknen werden mit Wachs die roten Stellen reserviert, und anschließend grün gefärbt. Beim letzten Arbeitsgang werden nach der Grünfärbung die Blätter ebenfalls mit Wachs reserviert und anschließend der Baumstamm braun gefärbt.

 

prambanan tempel indonesien

Tradition/ Kultur


Die Batikmuster, die wir heute als „klassisch“ bezeichnen, sind zum Teil als Reliefmuster von Steinskulpturen des 9. – 13. Jahrhunderts bekannt. Obwohl in holländischen Transkriptionen aus dem 17. Jahrhundert von "hochdekorierten Stoffen" die Rede ist, glauben die meisten Gelehrten, dass die komplizierten javanischen Batikmuster erst nach der Einfuhr fein gewebter importierter Stoffe möglich gewesen wären, die zuerst um 1800 aus Indien und dann ab 1815 aus Europa nach Indonesien importiert wurden. Textilmuster sind auf Steinstatuen zu sehen, die in die Wände alter javanischer Tempel wie Prambanan (800 n. Chr.) eingemeißelt sind. Es gibt jedoch keine schlüssigen Beweise dafür, dass das Tuch gebatikt wurde. Es könnte sich möglicherweise um ein Muster handeln, das mit Webtechniken hergestellt wurde und nicht gefärbt ist. Klar ist, dass die Batik im 19. Jahrhundert hoch entwickelt und im javanischen Kulturleben fest verwurzelt war.

Einige Experten sind der Meinung, dass die Batik ursprünglich als Kunstform dem javanischen Königshaus vorbehalten war. Sicherlich war sein königlicher Charakter klar, da bestimmte Muster nur von königlichen Personen aus dem Sultanspalast getragen werden durften. Prinzessinnen und adlige Frauen mögen die Inspiration für den äußerst raffinierten Designsinn der traditionellen Muster geliefert haben. Es ist jedoch höchst unwahrscheinlich, dass sie an mehr als der ersten Wachsanwendung beteiligt waren. Höchstwahrscheinlich wurde die schmutzige Arbeit des Färbens und des anschließenden Wachsens den Hofhandwerkern überlassen, die unter ihrer Aufsicht arbeiten würden.

Andere Gelehrte sind nicht der Meinung, dass die Batik als Kunstform nur dem Königshaus vorbehalten war, da sie der Meinung sind, dass sie auch bei den Rakjats, dem Volk, weit verbreitet war. Es wurde als wichtiger Teil der Errungenschaft einer jungen Frau angesehen, dass sie in der Lage war, das Tjanting (das stiftähnliche Instrument, mit dem Wachs auf das Tuch aufgetragen wurde) mit einem vernünftigen Maß an Geschick zu handhaben, das für zentraljavanische Frauen sicherlich ebenso wichtig war wie das Kochen und andere Hausfrauenkunst.


Die Batiktechnik, die auf Stoffen angewendet wird, gehört zu einer sehr langen Tradition in Indonesien. Im Laufe der Zeit hat sich das aufwendige Verfahren Stoffe zu färben weltweit ausgebreitet. Überwiegend wird es heutzutage eingesetzt, um Kleidungsstücke mit kunstvollen Mustern zu verzieren. Jedoch gibt es auch Wandbehänge, die mit Batik verziert werden. Bis in die 40er Jahre wurden viele verschiedene Muster bestimmten Gesellschaftsschichten zugeordnet. In Indonesien zählen die gebatikten Stoffe noch heute als Kostbarkeiten. Vor allem der Sarong prägt das alltägliche Erscheinungsbild des Inselstaates, ein farbiger Wickelrock, der sowohl von Frauen als auch von Männern getragen wird.


Klassische javanische Batikmuster


Unter „klassischen“ Batikmustern sind die im Einflussbereich der mitteljavanischen Fürstenländer (Solo und Yogyakarta) seit Jahrhunderten verwendeten Motive zu verstehen. Diese Motive beruhen auf jahrhundertalten Darstellungen der hindujavanischen Periode. Die klassischen Farben der javanischen Batikmuster sind blau, braun und schwarz. Fast alle klassischen Batikmuster lassen sich in bestimmte Gruppen und sogenannten „Musterfamilien“ einordnen.


Bei der Gruppe A handelt es sich um Muster aus „geometrischen“ Grundformen. Bei allen zu dieser Gruppe gehörenden Muster handelt es sich dabei um flächendeckende Muster. Dazu gehören Banji, also Muster aus sich kreuzenden Linien mit Swastikamotiv. Dieses Batikmuster gehört zu den ältesten und wird aus sich kreuzenden Linien und Bändern gebildet. Die dort enstehenden Lücken werden dann im Anschluss mit Swastika gefüllt. Swastika ist das Sonnensymbol und steht für Glück. Ebenfalls dazu gehören stempelartige Muster und stilisierte Darstellungen von Blüten und Fruchtquerschnitten. Dazu gehört zum Beispiel Ceplok, Ganggong und Kawung. Beim Ceplok handelt es sich um einen Grundriss oder Querschnitt einer aufgeblühten Blume. Ganggong sind kreuzförmig angeordnete Linienbündel mit Endspiralen. Der Kawung ist eine Untergruppe des Ceplok hat aber als Sonderform das alle Kawungmuster aus sich schneidenden Kreisen aufgebaut ist. Die entstehenden Lücken sind mit sternförmigen feinen Ornamenten auf dunklem Hintergrund gefüllt. Zur Gruppe A zählen zudem Webimitiationen wie Nitik und Anyaman und schräglaufende Streifen (Parang). Web- und Flechtarbeiten als Vorbild setzen schon geometrischen Formen voraus. Anyaman sind Geflechte, die aus Bambus oder Gras bestehen und für Matten oder Hauswände benützt wird. Nitik bedeutet übersetzt soviel wie Punkt. Die Punkte und Linien in allen Mustern dieser Gruppe sind streng genommen Rechtecke, die mit einem Spezialcanting erzeugt werden. Charakteristisch für fast alle Parangmuster sind schräglaufende Reihen von S-Figuren die abwechselnd mit Reihen kleiner Vierecke angeordnet sind.

Gruppe B sind Muster die aus „nicht geometrischen“ Grundformen bestehen. Dazu zählen Semen, Alas-Alasan und Tereng Bulan. Semen besteht meistens aus Tier- und Landschaftsdarstellungen. Die Einzelmotive auf dem floralen Hintergrund sind Bilder aus der Umwelt. Dabei wird unterschieden zwischen Muster mit rein pflanzlichen Motiven, Pflanzenmuster mit Tiermotiven und Muster, in denen Motive aus der Hindu- Mythologie vorkommen. Alas-Alasan bedeutet so viel wie „Leben im Wald“. Die Motive sind den Senenmustern sehr ähnlich, jedoch fehlen hier Bauwerke. Anstelle dessen werden mehr Tiere, vor allem Insekten und Vögel abgebildet. Terang Bulan bezeichnet eine Semen-Variation, deren wellenförmig dekorierter Hintergrund einem schimmernden Mondlicht gleicht.

Gruppe C dagegen besteht einfach aus Sammelmuster. Diese Gruppe gehört zu den interessantesten, da sich hier viele Grundmuster vereinigen. Der Batiker/ die Batikerin hat hier die Freiheit, die Felder nach seinen/ ihren Wünschen frei zu gestalten.

 

Batik Bag aus indonesicher Batik

Schlussbemerkungen

Batik hat eine lange und traditionelle Verwurzelung vor allem in der Indonesischen Kultur. Es gibt eine Vielzahl von Techniken und Mustern, die für das Batiken eingesetzt werden können. Heute ist Batik nicht mehr nur für Königshäuser vorbehalten, sondern für jeden verfügbar. Ein Stück Batik steckt in jedem Batik Bag, der direkt von der Insel Java kommt und dort hergestellt wird.